Biogas in Germany 2

Biogas/Kraft-Wärme-Kopplungsanlage in Deutschland 

Standort: Trechwitz, Deutschland
Bruttoausgangsleistung: 30 – 32 kWe
Thermalwärmeeingang:
375 – 450kWt
Heißwasser im Eingangsbereich: 90 – 95 °C (118 – 203 °F)
Heißwasserstrombereich: 39 m3/h (172 GPM)
Umgebungstemperatur:
0 – 15 °C (32 – 59 °F)

ElectraTherm hat seine erste Power+ Generator in Deutschland in einem mit Biogas betriebenem Kraftwerk in Betrieb genommen, um zusätzlichen Strom ohne Kraftstoff und frei von Emissionen zu erzeugen. Das Kraftwerk erzeugt mithilfe der anaeroben Gärung Biogas für den Betrieb eines 800 kWe Verbrennungsmotors von MWM, um damit Strom zu erzeugen, der in das Netz eingespeist und verkauft wird. Durch die von der Power+ benutzte Abwärme wird die aktuelle Ausgangsleistung von 500 kWe um ca. 7 % gesteigert. Dieses ist die erste Anwendung in Deutschland, bei der ein Organic Rankine Cycle (ORC) in einer Biogasanlage integriert wurde, um zu erreichen, das 60 % der anfallenden Wärme genutzt werden, damit der geförderte Einspeisetarif gemäß EEG 2012 gewährt wird. Die Erweiterung um die Power+ macht es möglich, dass die gesamte, durch das Werk erzeugte Strommenge ausreicht, um den höheren Tarif beanspruchen zu können, wodurch sich ein sehr attraktiver Amortisationszeitraum ergibt.

THIS IS SMART POWER™

„Deutschlands Einspeisetarife im Jahr 2012 belohnen Biogasanlagen, die 60 % der Wärmelast in ihrem Prozess nutzen“, sagt Markus Heyde, Projektmanager bei Etalon. „Durch die Erweiterung des Werkes um die Power+ konnten wir die 60 %-Anforderung erfüllen, wodurch die Förderung und eine attraktive Amortisation ermöglicht werden.“

ElectraTherms Power+ erzeugt dezentral Strom aus Abwärme. Das heiße Wasser tritt mit 90 – 95 °C in die Power+ ein, wo es das Arbeitsmedium erwärmt und in Dampf umwandelt. Dieser unter hohem Druck stehende Dampf entspannt sich im patentierten Doppelschnecken-Kraftwerksblock, wo ein Stromgenerator angetrieben wird und 30 – 65 kWe Strom erzeugt. Danach wird der Dampf mithilfe eines externen luftgekühlten Kondensators wieder verflüssigt. Die Flüssigkeit fließt wieder zurück zum Verdampfer, um den Prozess zu wiederholen.

Der anaerobische Gärungsprozess in diesem Werk verwendet eine Mischung aus Mais und Mist als „Kraftstoff“ für den Prozess. Der Mais und Mist werden in einen automatischen Trichter geladen. Vom Trichter wird die sich ergebende Biomasse in den Faulbehälter gepumpt, wo durch die anaerobische Gärung Methan entsteht, welches den Motor antreibt.

Der MWM-Motor wurde mit einem Abgaswärmetauscher ausgerüstet, um sowohl die im Abgas als auch die im Kühlwasser verfügbare Wärme zu einem Wärmestrom zu konsolidieren. Die Abwärme vom Motor wird benutzt, um den anaeroben Gärungsprozess zu heißen. Die Restwärme, die nicht zur Heizung des anaeroben Gärungsprozess benötigt wird, wird in der Power+ verwendet, um rund um die Uhr Strom ohne fossilen Kraftstoff zu erzeugen.